Hey meine Lieben,

was nun folgt, ist eine Premiere. Zum ersten Mal lasse ich jemand anderen einen Artikel auf meinem Blog schreiben. Wieso, weshalb, warum?!

Im Oktober passierte es. Ich stellte an einem Samstag Abend plötzlich eine Beule in meiner rechten Leiste fest. Zuvor hatte ich nur ein Ziehen in der Leiste beim Joggen bemerkt. Nicht besonders stark, kein Grund zum Pausieren… dachte ich und lag falsch. Die ärztliche Diagnose in der Notaufnahme: Leistenbruch! WHAAAAT?!? Wie kann das sein? Das i-Tüpfelchen der ganzen Sache: Ein Leistenbruch wächst nicht von alleine zusammen und muss operiert werden. Halleluja! Vier bis sechs Wochen Sportpause nach der OP, die inzwischen nach einem zum Glück gut verlaufenen operativen Eingriff schon fast wieder vorbei sind.

Da in den letzten Oktoberwochen bereits viel geplant war und u. a. eine Einladung für das Women’s Health Camp in Andalusien anstand, versuchte ich so viel wie möglich umzuorganisieren. Geplant war mit Livia ins Camp zu fliegen und über die Sportangebote dort zu berichten. Unsere Flüge hatten wir bereits Wochen im Voraus gebucht und Livia freute sich nach ihrer stressigen Prüfungsphase schon seit Wochen auf das Camp. Also gab es ein paar Telefonate, hin und her überlege & Ende gut, alles gut: Livia durfte alleine ins Camp fliegen und konnte an meiner Stelle über das Camp berichten.

Wie es ihr gefallen hat und ob sie nochmal an einem intensiven Sportcamp, mit bis zu 4 Std. Sport täglich, teilnehme würde, erfahrt ihr in dem folgenden sehr herzlichen & ehrlichen Bericht. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe ihr könnt etwas mitnehmen, falls ihr überlegt auch einmal an einem Camp teilzunehmen!

I’m out 🙂 ♥

Women’s Health Camp – Gastbeitrag von Livia Danisch

19.10. – 26.10.2017 // Spaß, Sport und Sonne…. Das Women’s Health Camp in Novo Sancti Petri (Andalusien, Spanien). Eine unvergessliche Woche, die ich niemals missen möchte!

Als es anfangs hieß „Hey Livia, du fliegst alleine und machst ein bisschen Instastory plus einen Gastblogbeitrag“ hatte ich erst einmal kurz die Panik in den Augen stehen :D. Natürlich hatte ich in dem Sinne keine Ahnung vom Bloggen bzw. ich steh sonst immer nur hinter der Kamera und so ganz alleine ohne Freunde… – da schluckt man zunächst. Als ich allerdings gegen 20 Uhr im Hotel ankam, beim Abendessen mit meinem Tellerchen dastand und mir an irgendeinem Tisch einen Platz gesucht habe, war alles ganz schnell vergessen. Zu meinem Glück hab ich den Jackpot gezogen und saß am Tisch mit 2 der 6 coolsten Mädels ( „La Gang“ ) aus dem ganzen Camp :P. Ich hab also die ersten Kontakte direkt geknüpft, da die zwei ebenfalls alleine angereist sind und das erste Eis sofort gebrochen war.

Nach dem Essen ging es sofort zum Willkommens-Abend, bei dem alle Kurse sowie Trainerinnen vorgestellt und alle wichtigen Infos kommuniziert wurden. Aber ich möchte gar nicht lange drum rum reden und euch die wichtigsten Sachen im Camp hier einmal kurz vorstellen.

Zimmer

Wenn man alleine reist hat man vorab die Wahl, ob man sich ein Doppelzimmer teilen möchte (es wird natürlich auf ähnliches Alter etc. geachtet) oder ob man gegen einen Aufpreis ein Doppelzimmer für sich alleine haben möchte. Für spanische Verhältnisse sind die Zimmer echt super gepflegt und halten beim deutschen Standard mit. Ein Balkon ist auch bei jedem Zimmer vorhanden, sodass man den Sonnenuntergang draußen genießen kann. Es ist natürlich auch möglich ein Zimmer mit Meerblick zu buchen. Außerdem hat jedes Zimmer eine große Badewanne.

Hotel & Anlage

Man muss sich vorstellen, dass das ganze Hotel wie ein W aufgebaut ist. Es ist quasi gespiegelt und wir hatten sozusagen den linken Flügel für uns. Nicht ganz für uns alleine, aber fast d.h. den Essenssaal plus Buffet und Pool. Die Hotelanlage ist durch den Aufbau auch sehr weitläufig und grün. Zum Strand braucht man maximal 3 Minuten, da er nur durch die wunderschönen Dünen vom Hotel getrennt wird.

Essen

Es war soooo gut!!! Und es war auch immer genügend Auswahl für Vegetarier und Veganer dabei. Fangen wir mal beim Frühstück an…

Frühstück

Es gab wirklich alles was das Herz begehrt. Von 159483 verschiedenen Brotsorten, über Eier in sämtlichen Variationen (man konnte sich z.B. sein Omelett selbst zusammenstellen), über Joghurt mit allen verschiedenen Körnern und Samen, bis hin zu Pancakes und Churros. Mein Highlight war aber tatsächlich immer das Obstbuffet und die frisch gemachten Smoothies.

Mittagessen

Hier gab’s meist sehr viele verschiedene Salate, wie z. B. Kichererbsensalat, Linsensalat, Thunfischsalat usw. Die Küche hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben uns jeden Tag mit neuen Kreationen glücklich zu machen. Aber man konnte sich seinen Salat auch selbst zusammenstellen. Natürlich gabs auch immer Pasta, Fleisch- und Fischgerichte.

Abendessen

Das Abendessen war stets das Highlight. Neben den vielen Salaten gab es hier noch mehr Gerichte und auch „Live Cooking“ im größeren Ausmaß als beim Mittagessen. Es wurde ebenfalls Fleisch und Fisch gebraten, aber auch viel frisches Gemüse, wie z. B. Zucchini etc. und die spanischen Spezialitäten wie Patatas des Brava, Spanischer Käse, Oliven, Serano Schinken. Erwähnenswert ist auch vor allem das unfassbare Nachtischbuffet. Nach so viel Sport darf man sich da auch auf jeden Fall 1-2 Törtchen gönnen.

Kursprogramm

Hier einmal die Legende mit allen Kursen und einen Beispieltag zum Kursangebot. Die Angebote wechseln jedoch auch von Camp zu Camp. 

Es gab jeden Tag 4 Zeiten, d.h. man konnte theoretisch 4 Stunden Sport pro Tag machen, aber man musste natürlich nicht. Jeden Abend konnte man sich in die entsprechenden Kurslisten eintragen, allerdings gibt’s auch pro Kurs begrenzte Plätze. Wobei man eigentlich alles mindestens einmal mitmachen konnte. Nächstes Jahr soll die Platzvergabe aber noch optimiert werden 😉 .

Meine Favoriten:

Kickboxen, Tabata, Flying Pilates, TRX, Kettlebell und Fatbruner. Wobei Bodyweight, Dancefit und Functional Training auch echt top waren… 😀 Es gab tatsächlich keinen Kurs, den ich nicht so gut fand.

Abendprogramm

Wie man im Kursprogramm sieht, wurden jeden Abend auch sehr interessante Workshops und Vorträge angeboten. Themen waren z. B. Ernährung für Kraft-/Ausdauersportler, „Wie erstelle ich mir einen eigenen Trainingsplan“ oder Sportverletzungen. Optional konnte man auch bis ca. 21 Uhr gemütlich das Abendessen mit 2-3 Vino (im Preis enthalten) verbringen oder zur wunderschönen Strandbar runterlaufen und den Sonnenuntergang genießen.

Fazit

Ich persönlich bin hellauf begeistert vom Camp. Die Organisation war super, trotz knapp 170 Teilnehmerinnen. Die Trainerinnen waren MEEEGA und es gab auch eine Physio-Betreuung durch Paulina Balboa. Aber vor allem hab ich so unfassbar tolle, einzigartige Menschen kennengelernt, die hoffentlich Freunde bleiben und die ich im Dezember schon wiedersehen werde. Allein dafür bin ich überaus dankbar, sowie diese riesengroße Motivation die ich vom Camp mit nach Hause genommen habe. Nach 1 ½ Monaten Sportpause (durch meine Prüfungsphase in der Uni) bin ich jetzt ein richtiger Sportjunkie geworden und würde am liebsten jeden Tag mit den 4 Stunden Sport weitermachen. Vor allem habe ich auch echt viele Übungen aus dem Camp in mein Training einbinden können und was noch wichtiger ist, dass ich jetzt weiß, wie die Techniken wirklich aussehen, da man widererwarten doch ziemlich viele Kleinigkeiten falsch macht. Also kann ich nur eine ganz klare Empfehlung aussprechen und werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein, wenn es heißt „One Team, one Camp“ <3

Packliste

Da ich zu Hause vor dem Schrank stand und völlig überfordert mit dem Packen war, hab ich mir gedacht, ich schreib euch eine grobe Packliste. So etwas wie Unterwäsche oder ein Handyladekabel muss ich hoffentlich nicht explizit erwähnen :D. Beim nächsten Mal würde ich nämlich doch etwas anders packen… Gerade normale Klamotten hatte ich vieeeel zu viele dabei, da man diese nur abends zum Essen benötigt. Handtücher braucht man eigentlich keine eigenen ;).  Es gibt auch kostenlose Strandhandtücher an der Rezeption.

Klamotten:

  • 7 Sportshirts
  • 1-2 dünne Sportjäckchen für morgens
  • 2 lange Sporthosen
  • 2-3 kurze Sporthosen
  • 3 Jeans
  • 2 Kleidchen oder Jumpsuits
  • 3-4 Cardigans (+Shirts) oder dünne Pullis
  • 1x Running Schuhe
  • 1x Trainingsschuhe

Sonstiges:

  • Mückenspray (!!!)
  • Pferdebalsam oder Tigerbalsam für die Muskeln
  • Trinkflasche -> man bekommt zwar einen Shaker, aber ich hab’s geschafft ihn zu verlieren 😀
  • Sportsonnencreme oder transparentes Spray
  • einen vernünftigen  Fön
  • kleiner Geldbeutel für ein paar Münzen und die Zimmerkarte
  • Cappy
  • Haarstripes und genügend Haargummis
  • Linola Schutz-Balsam, wenn man Probleme mit Wundreiben von z.B. Oberschenkeln hat

Info (Werbung): In Zusammenarbeit mit der Women’s Health verlose ich ab dem 21.11. auf meinem Instagram-Profil (@julia.breuing) 3 x 1 Jahresabo der Women’s Health Zeitschrift 🙂 Die Teilnahmebedingungen findet ihr dann unter dem Bild zu diesem Beitrag! Viel Glück ♥